
Dieses System stellt eine Technik vor, die - wenn angewendet - in der Lage ist, eine unspezifische Transformation in der Lebenswirklichkeit zu verursachen. Dass diese VerĂ€nderung unspezifisch ist, bedeutet, dass die angestrebte Metamorphose eine Vielzahl von Folgen mit sich bringt, die vorher nicht spezifisch zu bestimmen sind. Also sind eine FĂŒlle von VerĂ€nderungen nicht vorhersehbar. Dies ist wichtig. Denn eine unsachgemĂ€Ăe Handhabung kann zu sehr unangenehmen Situationen fĂŒhren.
Weiter ist natĂŒrlich aus diesem Grund auch jede echte Kenntnis ĂŒber die angestrebte Metamorphose a priori unmöglich. Deshalb sagt man hier: Die Erkenntnis folgt auf der Erfahrung.
Das Werkzeug zu dieser unspezifischen VerĂ€nderung ist das sog. Tierkarma. Das Tierkarma ist als nicht bewusste Matrix zu verstehen, welche sich im Unterbewusstsein befindet. Wir können somit keine bewusste Kenntnis ĂŒber diese Matrize haben. In unserem Bewusstsein befinden sich allerdings Hinweise auf nicht aktivierte Bereiche in unserer Lebenswirklichkeit, die wir als Defizite wahrnehmen.
Diese Defizite, diese nicht belebten Bereiche in unserer Wahrnehmung sind unter UmstÀnden sehr konkret. Wir können diese Defizite sehr genau benennen und daraus dann ableiten, welcher Zustand erreicht werden muss, der diesen Mangel dann nicht mehr kennt. So habe ich einen sehr spezifischen Zustand, den ich nun erreichen möchte.
ZustÀnde, wie Erhabenheit, Stolz oder Selbstbewusstsein sind in ihren Assoziationen leicht an Tiere zu binden. Hier vielleicht der Vogel Pfau. Assoziiere ich also in meinem Geist ein bestimmtes Tier zu einem bestimmten Zustand, den ich verwirklichen möchte, so ist das jenes Tier, mit dem ich nun als Tierkarma arbeite.
Der Weg zur Verwirklichung des angestrebten Zustandes beinhaltet oft die oben genannten unvorhersehbaren Verstrickungen, in denen wir uns wĂ€hrend des Prozesses befinden, in dem sich das Tierkarma entfaltet. Deshalb spreche ich von einer unspezifischen Technik. Sie ist natĂŒrlich in letzter Konsequenz erfolgreich und insofern absolut genau. Spezifisch.
Eine Metamorphose sollte also nicht als ein Spaziergang gewertet werden, sondern als eine ur-persönliche Herausforderung. Wenn eine Haltung vorher nicht stimmig war, dann wird sie nun korrigiert. Dies kann unter UmstĂ€nden eine sehr schmerzliche Erfahrung sein. Die Transformationen berĂŒhren so alle Bereiche innerhalb der Person, des Subjektes. Sie finden nicht auerhalb von ihm statt. Im Transformationsprozess gibt es diesen Unterschied nicht mehr, obwohl gleichsam das Innen wie auch das AuĂen verĂ€ndert werden.
Nun verdrĂ€nge ich nicht die Kenntnis von meinem Defizit. Die VerdrĂ€ngung unseres eigenen Mangels ist der Normalzustand. Die Vollkommenheit rĂŒckt so in weite Ferne. Indem ich lediglich das Tier vergesse, an welches ich meinen Wunsch geknĂŒpft habe, umgehe ich den Zensor, der mein Bewusstsein in einer Statik belĂ€sst.
Aus dieser de facto unendlichen Matrix schöpfe ich die Ereignisse um mich herum und habe nicht selten gestaunt, was ich da an den Ufern meiner Selbst â an einem unendlichen Strand â so alles gefunden habe⊠Vieles von dem konnte ich gar nicht gebrauchen, musste aber auch das noch lernen â das Loslassen.
Und was ich kenne, das kann ich getrost fahren lassen, denn alles Bekannte ist unfruchtbar â aus ihm erwĂ€chst nichts Neues mehr.
